Rezension zu >Das göttliche Mädchen< von Aimée Carter


Titel: Das göttliche Mädchen, Band 1 (Reihe)

Autor: Aimée Carter

Verlag: Harper Collins ya!

464 Seiten

Form: Print (9,99€), Ebook (8,99€)

ISBN: 978-3-9596-7165-1

Erschienen am: 13. November 2017

 

Näheres zum Buch und zur Reihe erfahrt ihr hier

 

Der Inhalt:

 

Einen schlimmeren Geburtstag hat Kate noch nicht erlebt. Ihre Mutter ist sterbenskrank. Und Kate muss in die Kleinstadt Eden ziehen. Als sie auf der neuen Schule den geheimnisvollen Henry kennenlernt, gerät ihr Leben komplett aus den Fugen: Denn er ist Hades, der Gott der Unterwelt. Und er macht ihr ein verlockendes Angebot. Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.

 

Meine Meinung:

 

Griechische Mythologie? Muss ich lesen! So ging es mir, als ich das erste Mal den Klappentext dieses Buches sah. Und doch war das Buch anders als erwartet. Aber nicht unbedingt negativ. Den Spagat zwischen Mythologie und Realität fand ich sehr gelungen. Aber der Reihe nach.

 

Kate ist eine tolle Protagonistin, in die ich mich schnell hineinversetzen konnte. Ihr Schmerz und ihre Trauer waren greifbar und so konnte ich auch nachvollziehen, weshalb sie auf Henrys Angebot so schnell eingeht, trotz der eher geringen Aussichten auf Erfolg. Auch Henry alias Hades ist ein toller Protagonist – anders, als man im ersten Moment vielleicht annimmt, wenn man an Hades denkt, der ja meist eher als der Böse dargestellt wird. Beide waren mir sympathisch und wirkten auf mich authentisch. Sie haben ihre Ecken und Kanten, was mir gut gefallen hat. Die Nebencharaktere waren hin und wieder etwas blass, doch da erhoffe ich mir im nächsten band etwas mehr (sonst wäre das Buch vermutlich auch noch länger geworden und darüber hätte man sich dann vielleicht auch beschwert).

 

Die Geschichte war gut durchdacht und spannend, auch wenn es hin und wieder ein paar Längen gab und ich der Schreibstil mich manchmal aus dem Lesefluss riss. Dennoch wollte ich das Buch nicht aus der Hand legen und habe mich gut unterhalten gefühlt. Das Ende ... Ja, das Ende. Dazu kann ich leider nicht viel sagen außer: GEBT MIR DEN NÄCHSTEN TEIL. Haha. Denkt euch euren Teil selbst ;)

Die zusätzlichen Geschichten in der Neuauflage haben mir richtig gut gefallen, denn so kann man sich in die Story, die Ereignisse und die Götter noch besser hineinversetzen. Danke dafür!

 

Fazit:

 

„Das göttliche Mädchen“ ist eine eher ruhigere Adaption der griechischen Mythologie, die ganz ohne großes Tamtam auskommt. Der Fokus liegt hier eher auf den Gefühlen und den Entscheidungen. Auch wenn es hin und wieder eine langatmige Stelle gab, habe ich das Buch sehr genossen und mich gut unterhalten gefühlt. Ich vergebe 4/5 Leseeulen und eine Kaufempfehlung für alle, die von griechischer Mythologie nicht genug bekommen können.