Rezension zu >Without Worlds< von Kerstin Ruhkieck


Titel: Without Worlds (Einzelband)

Autor: Kerstin Ruhkieck

Verlag: Dark Diamonds

355 Seiten

Form: Ebook (8,99€)

ISBN: 978-3-646-30021-5

Erschienen am: 31. März 2017

 

Vielen Dank an Dark Diamonds für das Rezensionsexemplar!

 

Näheres zum Buch erfahrt ihr hier:

 

https://www.carlsen.de/epub/without-worlds/86784

 

Der Inhalt:

 

**Die Liebe stirbt zuletzt…**

 

Die 21-jährige Clara ist eine der wenigen Überlebenden einer untergegangenen Welt. Zusammen mit dem letzten Rest der Bevölkerung lebt sie im einzigen Gebäude, das nach der großen Erderschütterung stehen blieb: ein ehemaliges Luxushotel, das einsam in den Himmel hinaufragt und von todbringenden Kreaturen umzingelt ist. Als »roter Engel« ist es ihre trostlose Aufgabe, regelmäßig das Bett mit einem ihr zugewiesenen Mann zu teilen und dessen Nachkommen auszutragen. Bis eines Tages ein neuer Überlebender zum Teil der Gemeinschaft wird und ihr Leben eine Kehrtwendung nimmt…

 

Meine Meinung:

 

Ich habe das Buch gestern Abend beendet und muss zugeben, dass mir die Rezension nicht gerade leicht fällt, denn diese Geschichte ist einfach verstörend. Das ist nicht negativ gemeint, ganz im Gegenteil, aber sie hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, was einem vor dem Lesen vielleicht bewusst sein sollte.

 

Der Einstieg fiel mir leicht, was vor allem an Kerstins Schreibstil liegt, der einen sehr schnell einnimmt. Die Seiten flogen dahin und ich konnte kaum aufhören zu lesen. Dennoch war ich gleichzeitig auch froh, wenn mir die Augen zufielen oder ich auf Arbeit musste, denn hin und wieder muss man das Geschehene doch sacken lassen. Diese Story ist nichts für schwache Nerven. Wenn ihr in den Rezensionen lest, dass sie düster ist, dann IST das auch so. Düster ist dafür eigentlich kaum der richtige Begriff. Die Story um Clara ist zerstörerisch, apokalyptisch, sie ist traurig und vernichtend, an vielen Stellen ist sie hoffnungslos und regt immer wieder zum Nachdenken an, ohne dass die Autorin einen wirklich mit der Nase darauf stößt. Und auch die Protagonistin ist der Autorin gut gelungen. Ich konnte ihre Verzweiflung spüren, war von der Liebe zu ihrem Bruder etwas verstört und auch die ein oder andere Handlung hat mich ziemlich getroffen, aber gleichzeitig schafft Kerstin es auch immer wieder, dass man Clara verstehen kann. Die widersprüchlichen Gefühle, die das in mir ausgelöst hat, verwirren mich auch jetzt noch zutiefst. An der Stelle kann ich nur sagen, dass es eine Meisterleistung der Autorin ist. Denn ich bin selten so berührt von einer so dunklen Geschichte.

 

Eigentlich spoilere ich nicht gern (und wer nicht gespoilert werden will, der liest ab hier bitte nicht weiter), aber an dieser Stelle muss es vielleicht sein. Wenn ihr (wie ich) auf ein Happy End nicht verzichten könnt oder wollt, dann überlegt es euch gut, ob ihr dieses Buch wirklich lesen wollt. Denn es wird euch zerstören! In der ersten Sekunde war ich enttäuscht, was das Ende angeht, aber mittlerweile ergibt es für mich Sinn.

 

Kritisieren kann ich eigentlich nur, dass ich hin und wieder gern ein paar Informationen mehr gehabt hätte. Ein paar Worte zur Vergangenheit zum Beispiel, warum die Welt eben so ist, wie sie in dieser Geschichte dargestellt wird. Ansonsten wüsste ich nicht, was ich beanstanden sollte. Wenn man den Klappentext zu diesem Buch liest, ist einem eigentlich schon klar, auf was man sich einlässt.

 

Fazit:

 

„Without Worlds“ ist ein heftiges Buch, das durch tiefgreifende Gefühle und eine gut durchdachte apokalyptische Welt überzeugen kann. Die Handlung regt zum Nachdenken an und bleibt auch nach dem Lesen im Gedächtnis hängen. Ich vergebe 5/ 5 Leseeulen und eine Leseempfehlung für alle, die auf richtig düstere Endzeitgeschichten stehen.