Rezension zu >Love is War: Verlangen< von R. K. Lilley


Titel: Love is War: Verlangen, Band 1 (Dilogie)

Autor: R. K. Lilley

Verlag: Heyne

352 Seiten

Form: Print (12,99€), Ebook (9,99€)

ISBN: 978-3-453-58055-8

Erschienen am: 19. Juni 2017

 

Vielen Dank an Heyne für das Rezensionsexemplar!

 

Näheres zum Buch und zur Reihe erfahrt ihr hier

 

 

Der Inhalt:

 

Es ist Liebe. Es ist Krieg. Es ist Scarletts und Dantes Geschichte.

 

Scarlett hatte schon immer große Träume. Ihr Ziel war Hollywood. Aber in ihren wildesten Träumen hätte sie sich nicht ausgemalt, dass sie mit 28 Jahren pleite sein und in 10.000 Meter Höhe Drinks servieren würde. Sie war nichts als eine bessere Kellnerin über den Wolken. Und eines Tages saß er da, durchbohrte sie mit seinem heißen Blick und bestellte einen Gin Tonic. Es war Jahre her, seit sie ihn gesehen, seit er sie geliebt hatte. Dante wollte sie. Wieder. Und sie ihn. Sie würde mitspielen … aber dieses Mal war er an der Reihe. Sie würde IHN brechen. Denn letzten Endes ist Liebe Krieg.

 

Meine Meinung:

 

Dieses Buch stand lange auf meiner Wunschliste, weil es genau in mein Beuteschema passt. Nun habe ich das Buch vor einer ganzen Weile beendet und mich ewig vor der Rezension gedrückt, weil sie mir wirklich nicht leicht fällt.

 

Scarlett ist an sich eine wirklich tolle Protagonistin, die ich auf Anhieb mochte. Sie ist einfach anders als das typische Mauerblümchen, das man in diesem Genre schon zur Genüge kennt – und das fand ich wirklich erfrischend. Scarlett ist nicht auf den Mund gefallen, weiß, was sie will, ist selbstbewusst und einfach stark. Bei Dante ging es mir ähnlich. Ich fand ihn als Charakter sehr interessant und habe jedem Aufeinandertreffen der beiden entgegengefiebert. Hier kommen wir aber auch gleich zu einem meiner Kritikpunkte. Nachdem ich nun den ersten Teil gelesen habe, kommt es mir so vor, als könnte ich den Protagonisten noch überhaupt nicht einschätzen. Es gibt so viel, das er verbirgt, so viel, das noch im Dunklen liegt, dass ich nicht sicher bin, ob mich das neugierig macht oder abstößt. Denn: Ja, es funktioniert, wenn man einige Dinge noch offen lässt, aber ganz ehrlich, ein paar Antworten brauche ich schon und hier habe ich das Gefühl, dass ich gar nichts weiß. Ich habe keine Ahnung, welche Absichten Dante hat, was zwischen den beiden vorgefallen ist, dass sie sich so sehr hassen, obwohl sie sich lieben, und momentan weiß ich einfach nicht, ob ich es herausfinden möchte.

 

Gerade der Anfang des Buches hat mir echt gut gefallen. Ich mochte die Situation, in die die Autorin ihre Protagonisten steckt und dass sie somit der Konfrontation nicht wirklich aus dem Weg gehen können. ABER (und das ist ein großes Aber) das ewige kindische Verhalten der beiden hat mich irgendwann nur noch genervt. Statt endlich mal vernünftig miteinander zu reden, was sie schon auf den ersten Seiten hätten tun sollen, gibt es ewige Streitereien und Reibereien. Das mag zu Beginn funktionieren und für Spannung sorgen, mich hat es aber irgendwann nur noch die Augen verdrehen lassen. Toll fand ich hingegen, dass man zwischendurch immer mal wieder etwas über die Vergangenheit der Protagonisten erfährt. Doch da hätte ich mir noch mehr gewünscht. So fühle ich mich, als ob die Autorin mich nach wie vor am langen Arm verhungern lässt – und das gefällt mir gerade so überhaupt nicht. Wirklich gut gefallen hat mir hingegen die Chemie zwischen den beiden. Die Leidenschaft, das Feuer, die prickelnden Momente. Das hat die Autorin wirklich drauf!

 

Fazit:

 

„Love is war: Verlangen“: Der Titel sagt eigentlich schon alles, denn auch für mich fühlt es sich wie eine Hassliebe an. Ich mochte den Schreibstil, die Leidenschaft und auch die Charaktere. Die Handlung war fesselnd, auch wenn mir das Verhalten der Protagonisten irgendwann auf die Nerven ging. Ich kann nicht mehr als 3/5 Leseeulen vergeben, denn mich konnte das Gesamtbild einfach nicht recht überzeugen.