Rezension zu >Fighting to be free: Nie so geliebt< von Kirsty Moseley


Titel: Fighting to be free, Band 1 (Reihe)

Autor: Kirsty Moseley

Verlag: mtb

528 Seiten

Form: Print (12,99€), Ebook (9,99€)

ISBN: 978-3-9564-9680-6

Erschienen am: 12. Juni 2017

 

Vielen Dank an mtb für das Rezensionsexemplar!

 

Näheres zum Buch und zur Reihe erfahrt ihr hier

 

Der Inhalt:

 

Es ist Jamies letzte Chance auf ein normales Leben. Bisher war seine Existenz bestimmt von Armut und Gewalt. Frisch aus dem Gefängnis entlassen ist er voller guter Vorsätze. Doch so leicht entkommt man seiner Vergangenheit nicht. Dann begegnet er Ellie -- und sie verkörpert all das, wonach er sich sehnt. Die Anziehungskraft reißt sie beide mit. Jamie will alles tun, sich ihrer würdig zu erweisen, der Mensch zu werden, den Ellie lieben kann. Aber noch hat er ihr nicht die Wahrheit über seine dunklen Taten gestanden. Sind Ellies Gefühle stark genug, um bei ihm zu bleiben? Bei einem Mann, der das Leben eines anderen auslöschte …

 

Meine Meinung:

 

Auf dieses Buch habe ich mich wirklich sehr gefreut, weil mich der Klappentext extrem neugierig gemacht hat. Ich liebe solche Geschichten, in denen die Liebe zwar im Vordergrund steht, aber auch eine actionreiche und nicht immer einfache Handlung eine Rolle spielt. Und genau das habe ich von diesem Roman erwartet.

 

Enttäuscht wurde ich in dieser Hinsicht definitiv nicht. Die Autorin hat es geschafft, mich an die Geschichte zu fesseln, sodass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht, auch wenn sich der Mittelteil nach dem rasanten Start für mich doch etwas in die Länge gezogen hat und ein bisschen mehr Schwung vertragen hätte. Die Handlung ist stellenweise nichts für schwache Nerven. Die Autorin hat es geschafft wirklich heftige Emotionen in mir wach zu rufen, die mich während der gesamten Story begleitet haben. Nun habe ich den Eindruck, eine wahre Achterbahn der Gefühle durchlebt zu haben, und freue mich deswegen wirklich sehr auf den zweiten Teil.

 

Jamie ist ein wirklich toller Protagonist, der mich schnell für sich gewinnen konnte. Er hat schon einiges durch, eine wirklich schwierige Zeit hinter sich und gerät leider auch immer wieder in brenzlige Situationen, was der ganzen Handlung natürlich ordentlich Spannung verschafft. Jamie ist für mich wirklich das Highlight dieses Buches und er hat sich in mein Herz geschlichen. Auch wenn er wie ein Bad Boy wirkt, so hat er doch einen weichen Kern, der wohl jedes Frauenherz dahin schmelzen lässt. Mit Ellie hingegen hatte ich so meine Probleme. Sie war mir zu glatt und häufig zu naiv. Ein paar Ecken und Kanten hätten ihr gut getan und auch ihre Handlungen konnte ich stellenweise nicht so ganz nachvollziehen. Aber sie ist ja auch erst 17 – wo wir bei meinem größten Kritikpunkt wären. Die beiden Protagonisten sind so unglaublich jung für das, was sie erleben – und das ging aus dem Klappentext nicht hervor. Das hat mich hier wirklich gestört und es fällt mir immer noch schwer, die beiden in dieses Altern einzuordnen. Ich kann mich damit nicht so recht anfreunden und auch wenn dieser Umstand manche Situationen erst möglich macht, so hätte ich mich deutlich wohler gefühlt, wenn sich das ganze am College oder etwas Ähnlichem abgespielt hätte. Normalerweise stört mich das nicht, aber hier kann ich darüber nicht hinwegsehen.

 

Fazit:

 

„Fighting to be free“ ist ein spannendes Buch, das sich mit einem schweren Schicksal auseinandersetzt und für eine Achterbahnfahrt der Gefühle sorgt. Die Story ist sehr emotional und hält einen tollen Protagonisten bereit, der sich ganz sicher in jedes Herz schleicht. Allerdings kann ich mich mit dem Alter der Hauptfiguren nicht anfreunden und bin der Meinung, dass ihnen ein paar Lebensjahre mehr nicht geschadet hätten. Ich vergebe 3,5/5 Leseeulen und freue mich auf die Fortsetzung.