Rezension zu >Angellfall: Tage der Dunkelheit< von Susan Ee


Titel: Angelfall: Tage der Dunkelheit, Band 2 (Reihe)

Autor: Susan Ee

Verlag: Heyne

448 Seiten

Form: Print (9,99€), Ebook (8,99€)

ISBN: 978-3-453-31748-2

Erschienen am: 9. Januar 2017

 

Vielen Dank an Heyne für das Rezensionsexemplar!

 

Näheres zum Buch und zur Reihe erfahrt ihr hier:

 

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Angelfall-Tage-der-Dunkelheit/Susan-Ee/Heyne/e496510.rhd

 

Der Inhalt:

 

Kaum hat Penryn ihre kleine Schwester Paige aus dem Hauptquartier der Engel in San Francisco befreit, wird diese erneut entführt. Und so muss sich Penryn in den rauchenden Trümmern der Stadt erneut auf die Suche nach Paige machen. Dabei findet sie heraus, welch finstere Pläne die Engel wirklich verfolgen. Ihre letzte Hoffnung ist der gefallene Engel Raffe, der jedoch vor der schwierigsten Entscheidung seines Lebens steht: Soll er auf sein Herz hören und Penryn helfen, oder soll er versuchen, seine Flügel zurückzubekommen?

 

Meine Meinung:

 

Vom ersten Band war ich ja schwer begeistert. Deswegen konnte ich den zweiten Teil auch kaum erwarten. In die Geschichte findet man schnell wieder herein, auch wenn es schon ein bisschen her ist, seitdem man den ersten Teil gelesen hat. Dafür hat die Autorin gesorgt, denn immer wieder hat sie kleine Wiederholungen eingebaut, die einem dabei helfen. Zum einen finde ich das sehr angenehm, zum anderen wurde es mir dann irgendwann aber auch ein bisschen zu langatmig, weil die Handlung irgendwie feststeckte. Ich habe dem erneuten Aufeinandertreffen von Raffe und Penryn entgegengefiebert, aber das ließ leider doch sehr lang auf sich warten.

 

Die Handlung blieb bis zu diesem Zeitpunkt leider recht spannungslos, obwohl doch viel passiert, gab es keinen richtigen Spannungsbogen. Das lag keineswegs an der Protagonistin, denn die finde ich immer noch spitze. Ich mag ihre Stärke, ihre Loyalität und dass sie immer ihr Ziel vor Augen hat und alles tut, um es zu erreichen. Dabei wirkt sie aber nie zu hart, sondern bleibt immer, was sie ist: ein Mensch. Es lag auch nicht am Schreibstil, denn der war nach wie vor flüssig, sodass sie Seiten im Prinzip dahinflogen – aber das lag eben nicht daran, dass es so spannend war, sondern nur daran, dass ich Raffe endlich zurück haben wollte.

 

Trotz der Schwächen ist der zweite Teil aber dennoch gut – zumindest ab dem Moment, als Raffe zurück kommt und das Ganz so richtig aufmischt. Ich liebe die Auseinandersetzungen zwischen ihm und Penryn, die Chemie zwischen den beiden und ihre hitzigen Gespräche. Und natürlich den Sarkasmus, den hatte ich bis dahin ein bisschen vermisst.

 

Fazit:

 

„Angelfall: Tage der Dunkelheit“ ist ein guter zweiter Teil, der zwar einige Schwächen aufweicht, durch das Ende dann aber doch überzeugen kann.  Die Protagonisten sind hervorragend gezeichnet und authentisch, was die Geschichte mit Leben füllt. Ich vergebe 4/ 5 Leseeulen und eine Leseempfehlung an alle, die Dystopien mit dem gewissen Etwas mögen.