Rezension zu >Starfall: So nah wie die Unendlichkeit< von Jennifer Wolf


Titel: Starfall: So nah wie die Unendlichkeit (Einzelband)

Autor: Jennifer Wolf

Verlag: Impress

325 Seiten

Form: Ebook (3,99€)

ISBN: 978-3-7325-3636-8

Erschienen am: 7. Dezember 2017

 

Vielen Dank an Impress für das Rezensionsexemplar!

 

Näheres zum Buch und zur Reihe erfahrt ihr hier

 

 

Der Inhalt:

 

**Zwischen uns nur die Sterne**

 

Die 17-jährige Melody lebt mit ihrer Familie innerhalb einer Militärbasis von Washington D.C. und führt ein abgesichertes, geschütztes Leben, als das Undenkbare passiert: Ein UFO stürzt aus dem Himmel und legt mitten in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten eine Bruchlandung hin. Während wie von Geisterhand alle Glasscheiben zu Bruch gehen, der Strom schlagartig ausfällt und in den Straßen das Chaos ausbricht, geht plötzlich alles rasend schnell. Melodys Bruder wird schwerverletzt wegtransportiert und ihre Mutter übernimmt als Ärztin des Militärkrankenhauses die Behandlung der außerirdischen Neuankömmlinge. Und dann soll auch noch ausgerechnet Melodys Familie am Projekt ›Ohana‹ teilnehmen und einen vollkommen traumatisierten Jungen aus dem All aufnehmen…  

 

Meine Meinung:

 

Bei diesem Buch hätte mich schon allein das Cover davon überzeugt, dass ich es unbedingt lesen muss. Dann kam natürlich noch hinzu, dass ich die Autorin bereits kenne und liebe und der Klappentext einfach genial ist! Und was soll ich sagen? Dieses Buch ist der Wahnsinn! Auch wenn es so ganz anders ist, als ich erwartet hatte.

 

Schon der Anfang nahm mich sofort gefangen und hat mich ein bisschen an „Die fünfte Welle“ erinnert (das ist keine Kritik). Man ist sofort im Geschehen gefangen und kann das Buch ab da eigentlich schon nicht mehr aus der Hand legen. Die Story entwickelt so schnell eine Sogwirkung, dass ich ihr einfach nicht mehr entkam. Das liegt zum einen an Jennifers tollem Schreibstil, der unglaublich flüssig, emotional und packend ist, und zum anderen auch an Protagonistin Melody, die mich sofort für sich gewinnen konnte. Ihre Zweifel und Bedenken, ihre Ängste, Wünsche und ihre Hoffnung haben sich auf mich übertragen, mich mit ihr fühlen und ihr Handeln nachvollziehen lassen. Sie macht eine wirklich tolle und authentische Entwicklung im Laufe der Handlung durch. Ich fand es großartig, sie dabei zu beobachten, wie sich ihre Ansichten geändert haben. Und auch unser Junge aus dem All konnte mich schnell begeistern. Die Außerirdischen waren nicht gerade das, was ich erwartet habe, aber im Endeffekt war ich positiv überrascht. Ich mochte seine Wissbegierigkeit und auch seine Entwicklung hat mich von Hocker gerissen. Alles an dieser Geschichte ist einfach wunderschön. Ich fand es wundervoll, wie sich die beiden Protagonisten langsam annäherten. Es gibt keine Liebe auf den ersten Blick oder so was, die Gefühle schleichen sich eher ganz heimlich in ihre Herzen – wie auch in das des Lesers. Zumindest ging es mir so. Und da wären wir wieder bei Jennifers Schreibstil. Hach. Diese Emotionen! Ich habe gelacht, geschmachtet, geseufzt, den Atem angehalten und geweint. Eine solche Achterbahnfahrt der Gefühle gibt es bei mir nicht oft. Ich bin begeistert!

 

Auch die Handlung lässt nichts zu wünschen übrig. Es bleibt von Anfang bis Ende spannend, auch wenn man sich hin und wieder einiges denken kann. Dennoch wurde ich oft auch überrascht. An dieser Stelle will ich nicht zu viel vorwegnehmen, doch eins ist klar: Die Thematik dieser Geschichte lässt sich auf so vieles projizieren, was in unserer Zeit geschieht. Und gerade das ist für mich das Besondere an dieser Geschichte. Nur weil jemand anders ist, muss man keine Angst vor ihm haben. Nur weil er anders ist, muss man ihn nicht so behandeln. Für mich ist dieses Buch ein Highlight und bisher das beste der Autorin. Danke für diese tolle Geschichte <3

 

Fazit:

 

„Starfall“ hat einfach alles, was das Leserherz begehrt: Spannung, Emotionen, eine Message, die zum Nachdenken anregt, und sogar Humor! Ich habe absolut nichts zu meckern und vergebe die goldene Leseeule (6/5 Punkte).